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StadeVorsicht Betrug

Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade setzt auf Aufklärung und Unterstützung

Stade, 13.03.2025 – Das jährliche Treffen des „Netzwerks gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ brachte rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Institutionen zusammen. Die steigenden Fallzahlen verdeutlichen, wie dringend Prävention, Aufklärung und Hilfsangebote in der Region benötigt werden.

Neue Impulse für mehr Hilfe und Aufklärung

Eingeladen hatte Elena Knoop, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade, die dabei unter anderem Neuerungen zur bekannten Tütenaktion „Gewalt?!… kommt nicht in die Tüte!“ präsentierte. Diese findet während der „Orange Days“ vom 25. November bis 10. Dezember statt. Dabei werden wieder tausende Papiertüten in Bäckereien verteilt – diesmal in einem neuen Design mit QR-Code, der auf eine neue Website mit lokalen und überregionalen Hilfsangeboten verweist.

„Wir möchten für häusliche Gewalt sensibilisieren, aufklären und Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu holen“, betonte Knoop. Weitere Aktionen wie die Teilnahme am Lauf- und Musikfestival in Harsefeld im Juni sollen zusätzlich auf das Thema aufmerksam machen.

Erschütternde Zahlen und Herausforderungen

Die Dringlichkeit der Thematik unterstrichen die aktuellen Zahlen des Beratungs- und Interventionszentrums bei häuslicher Gewalt (BISS). Im vergangenen Jahr wurden 557 Fälle registriert, in 88 Prozent der Fälle waren die Täter männlich. Insgesamt wurden 463 Beratungsgespräche geführt, und 556 Kinder waren als Zeugen der Gewalt betroffen.

Ein großes Problem bleibt die Wohnungssuche für Betroffene, wie Renate Winkel, Leiterin von BISS, berichtete. Sie wird sich in wenigen Wochen in den Ruhestand verabschieden und blickte auf ihre langjährige Arbeit zurück.

Frauenhaus und Schutz- und Beratungszentrum entlasten Betroffene

Das Stader Frauenhaus verzeichnete im vergangenen Jahr eine Auslastung von knapp 90 Prozent. „Für Entlastung sorgte die Eröffnung des neuen Schutz- und Beratungszentrums für Frauen“, erklärte Frauenhausleiterin Hanne Rathjens. Hier erhalten Frauen und Mädchen ab 16 Jahren vertrauliche, freiwillige und kostenfreie Beratung bei körperlicher oder seelischer Gewalt in der Partnerschaft – ein Angebot, das zunehmend in Anspruch genommen wird.

Netzwerk stärkt Präventionsarbeit und Kooperation

In den vergangenen Monaten arbeiteten die Mitglieder des Netzwerks in verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv zusammen, unter anderem in den Bereichen Schulische Prävention, Migration und Täterarbeit. Ziel ist es, noch mehr Betroffenen zu helfen, die Präventionsarbeit auszubauen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nicht hinnehmbar. Genau deswegen arbeiten wir im Netzwerk zusammen“, betonte Elena Knoop abschließend.

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