Massenschlägerei im Phoenix-Viertel: Sieben Festnahmen, Polizist verletzt
Hamburg, 02.04.2025 – Eine gewaltsame Auseinandersetzung im Phoenix-Viertel hat am späten Donnerstagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Gegen 22:15 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, wonach sich rund 20 bis 40 Personen vor einem türkischen Restaurant in der Wilstorfer Straße, nahe der Moorstraße, eine heftige Schlägerei lieferten. Die Beteiligten griffen zu Stühlen, Flaschen und Stöcken und gingen damit aufeinander los. Mitgebrachte Waffen konnten laut Polizei jedoch nicht festgestellt werden.
Polizei massiv angegriffen – Bundespolizist verletzt
Die ersten Streifenwagen trafen noch während der Auseinandersetzung ein, wurden jedoch selbst Ziel der Angriffe. Ein eingesetzter Bundespolizist erlitt dabei Verletzungen. Um die Lage zu beruhigen, war ein massives Polizeiaufgebot notwendig – darunter auch Kräfte der Bundespolizei und der Landesreserve. Einige Einsatzkräfte waren mit Maschinenpistolen ausgestattet, um der Eskalation Herr zu werden.
Nach ersten Erkenntnissen kam es zu der Auseinandersetzung zwischen Gruppen tschetschenischer und kurdischer Herkunft. Auslöser sollen Beziehungsstreitigkeiten gewesen sein. Sieben junge Männer wurden vorläufig festgenommen. Zwei Beteiligte mussten zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden, mehrere andere Personen wurden noch am Ort medizinisch versorgt.
Verkehr zeitweise beeinträchtigt – Parallelen zu Vorfall 2024
Die Wilstorfer Straße, eine zentrale Verkehrsverbindung in Harburg, wurde für mehrere Stunden voll gesperrt. Erst kurz vor Mitternacht konnte die Sperrung aufgehoben werden. Besonders brisant: Bereits im November 2024 war es an derselben Stelle zu einer vergleichbaren Auseinandersetzung gekommen, was nun erneut Fragen zur Sicherheitslage im Viertel aufwirft.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Hinweise von Zeugen werden unter der Telefonnummer 040/4286-56789 entgegengenommen.
Als es bei uns noch Großfamilien (Clans) gab, hatten wir das auch öfter unter „Deutschen“. Gewalt ist nicht nationalitätsgebunden. Sie ist mehr geschlechtsspezifisch (junge Männer) und wahrscheinlich waren auch Alk oder andere Drogen im Spiel.