Landkreis Stade

Stade führt ab 2026 flächendeckend Ganztagsgrundschulen ein – Stadt übertrifft landesweiten Rechtsanspruch deutlich

Stade – Ein großer Schritt für Familienfreundlichkeit und Bildungsgerechtigkeit: Ab dem Schuljahr 2026/27 werden alle zwölf Grundschulen in der Hansestadt Stade Ganztagsschulen. Damit geht die Stadt weit über die Vorgaben des Landes Niedersachsen hinaus, das den Ganztag nur schrittweise für einzelne Jahrgänge vorsieht.

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Ganztagsangebot für alle Jahrgänge – kostenlose Betreuung und neue Ferienprogramme geplant

Mit Ausnahme der Grundschule am Fleth, die aus personellen Gründen stufenweise startet, bieten alle Stader Grundschulen ab 2026 Betreuungszeiten von acht Stunden an fünf Tagen pro Woche für sämtliche Jahrgänge an. „Das ist ein großer Erfolg“, betont Stadtrat Carsten Brokelmann. Er verweist auf die organisatorischen Herausforderungen, aber auch auf die Vorteile für Familien, Berufstätige und Schulen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert sich erheblich, und die pädagogische Arbeit gewinnt an Tiefe.“

Die Hansestadt Stade unterstützt das Projekt mit jährlich 250.000 Euro, um die Betreuung für Eltern kostenfrei anzubieten. Schulen setzen dabei auf pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche und Kooperationen mit Vereinen. „Nur so lässt sich die hohe Qualität des Ganztags sichern“, so Brokelmann.

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Auch für die Ferien wird ab 2026 eine verlässliche Betreuung angeboten – flexibel buchbar für 100 Euro pro Woche. Die Organisation übernimmt Marc Olszewski, Leiter der Stadtjugendpflege, der von einem „Paradigmenwechsel“ spricht. Eltern werden im Dezember und Januar angeschrieben, um den Bedarf verbindlich anzumelden.

Angela Merbeth (Pestalozzi-Schule) und Cordula Wuttke (Riensförde-Schule) loben die Reform: „Mehr Zeit mit den Kindern bedeutet mehr Möglichkeiten für gesunde Ernährung, Medienbildung und soziale Kompetenz.“

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