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Hamburg

Ermittlungsverfahren gegen Bauunternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg: 100 Durchsuchungen und drei Haftbefehle

Hausbruch. In einem umfassenden Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche eines schleswig-holsteinischen Bauunternehmens, das eine weitere Betriebsstätte in Hamburg unterhält, haben die Staatsanwaltschaft Lübeck, das Hauptzollamt Itzehoe sowie das Finanzamt für Zentrale Prüfungsdienste heute Morgen rund 100 Durchsuchungsbeschlüsse sowie drei Haftbefehle vollstreckt.

Über 800 Zollbeamte aus dem gesamten Bundesgebiet durchsuchten zusammen mit Steuerfahndern des Landes Schleswig-Holstein verschiedene Objekte, darunter Geschäftsräume der Firmensitze und Wohnungen der Beschuldigten mit Schwerpunkten in Schleswig-Holstein und Hamburg. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Gleichzeitig wurden vermögenssichernde Maßnahmen sowie erste Vernehmungen von Beschuldigten und Zeugen durchgeführt.

Eine fünfköpfige Tätergruppierung steht im Verdacht, sich als Bande zusammengeschlossen zu haben und im Zeitraum vom 01.01.2017 bis heute Beiträge zur Sozialversicherung in Höhe von mindestens 1,5 Millionen Euro vorenthalten zu haben. Außerdem wird vermutet, dass die Täter in großem Umfang Lohnsteuer hinterzogen und gewerbsmäßig ausländische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik eingeschleust haben. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden zur Verschleierung der Schwarzlohnzahlungen unter anderem Schein- und Abdeckrechnungen ohne tatsächlich erbrachte Leistungen von mehreren Servicefirmen als sogenannte Fremdleistungen eingebucht.

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