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Hamburg

Dumpinglöhne: Elbkinder KITA Hamburg Servicegesellschaft im Dauerstreik

Hamburg. Die unbefristeten Streiks der Beschäftigten der EKSG gehen in die vierte Woche. An insgesamt vier Tagen wird gestreikt, um auf die prekäre Bezahlung des Küchen- und Reinigungspersonals der Elbkinder-Kitas aufmerksam zu machen. Der Höhepunkt der Streikwoche wird am Donnerstag, 30. Mai 2024, erreicht, wenn die Beschäftigten in Wilhelmsburg demonstrieren.

Die Kundgebung beginnt um 9:00 Uhr vor dem Rathaus Wilhelmsburg, Mengestraße 19, 21107 Hamburg. Mit fantasievollen Märcheninterpretationen wollen die EKSG-Beschäftigten auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Die Streikenden berichten über ihre unzureichende Bezahlung und die schmalen finanziellen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. Viele Schneewittchen, die sich um unzählige Hamburger Zwerge in den Elbkinder-Kitas kümmern und für Essen und Sauberkeit sorgen, hoffen auf einen Sterntaler-Regen in ihre Geldbeutel. Denn mehr als nur ein Apfel muss in Zukunft für die zumeist weiblichen Beschäftigten am Ende des Monats übrig bleiben.

Es wird Zwischenkundgebungen vor einigen Wilhelmsburger Kitas geben, bei denen sich viele Eltern solidarisch mit den Streikenden zeigen wollen. In einer Urabstimmung hatten sich die ver.di-Mitglieder bei der EKSG Ende April entschieden, unbefristet zu streiken. 97,5 % hatten für einen Erzwingungsstreik gestimmt.

„Die Stadt Hamburg, deren Enkeltochter die EKSG ist, kann sich auf viel Kampfkraft und einen langen Atem bei den streikenden Beschäftigten einstellen. Die Frauen haben bis jetzt eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich eine bessere Bezahlung nicht nur wünschen, sondern auch dafür kämpfen. Im Mai hatte die Geschäftsführung genügend Zeit, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Über vier Wochen wurde die Streikdauer stetig gesteigert. Ab Juni sind die Hauswirtschaftskräfte nun jeden Tag im Streik und wünschen sich ein anständiges Angebot.

Das bisherige Angebot ist vergiftet – die Geschäftsführung spricht von 14 % und bietet tatsächlich aber nur 4 % für das Jahr 2024. Davon kann man in der reichen und teuren Stadt Hamburg nicht leben!

Es kann so nicht weitergehen, dass derart viele Frauen mit schlecht bezahlten Jobs von der Stadt Hamburg allein gelassen werden. Das ist beschämend, und das werden wir als Gewerkschaft ver.di nicht zulassen,“ so Hilke Stein, Verhandlungsführung und Fachbereichsleitung. „Gezahlt werden Dumpinglöhne im öffentlichen Auftrag: die Arbeitgeberin bleibt mit ihrem Stundenlohn 40 Cent unter dem derzeitigen Branchenmindestlohn des Reinigungsgewerbes (derzeit 13,50 Euro). Das ist beschämend! Verbesserungen sind keine Hexerei, jetzt gilt: Tischlein deck dich – ein anständiges Angebot muss her…“

Die Demonstration am Donnerstag wird zeigen, dass die Beschäftigten der EKSG bereit sind, für ihre Rechte zu kämpfen, und dass sie Unterstützung von der Gemeinschaft erwarten. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt Hamburg auf diesen kraftvollen Protest reagieren wird.

Ein Kommentar

  1. Danke Frau Stein , sie macht sich stark für uns , aber sonst versteht uns keiner . Wir werden als Sachmittel abgerechnet. Wir werden so schlecht bezahlt ,es werden 14 Prozent geboten , aber es stimmt nicht es sind nur 4 Prozent aufgeteilt in 2 Jahren .wir machen unsere Arbeit gerne ,dafür möchten wir gerecht bezahlt werden . Wir streiken weiter bis unsere Geschäftsleitung uns schätzen weiß , Eltern sind unzufrieden ,kein frisches Essen, und nicht richtig saubere Kitas. Wir müssen weiter in die Medien , wir sind nur kleine Leute , aber mit Herz und machen für Stadt Hamburg und die Kinder in den Kitas sauber und frisches Essen , wir möchten nur gerecht bezahlt werden. Viele Hausarbeiterin streiken nicht ,weil ihnen das Geld fehlt oder nicht in die Verdi eintreten können . Vielleicht schreiben sie noch ein Artikel, das könnte uns helfen. Möchte anonym bleiben . Danke mit freundlichen Grüßen

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