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Wirtschaft

Mehr Therapieangebote für Frühförderung: Zweiter DRK-Standort in der Innenstadt

Hamburg-Harburg. Kinder möglichst früh zu fördern, auf besondere Entwicklungen und Verhaltensweisen schon ab dem Säuglingsalter einzugehen, sie motorisch, sprachlich, ergotherapeutisch, heilpädagogisch oder psychisch zu unterstützen: Das sind die Aufgaben des DRK-Teams im Interdisziplinären Frühförderzentrum (IFF). Ab Juni wird der Bereich ausgebaut: Zusätzlich zum Angebot in Harburg gibt es einen zweiten Standort in der Nähe des Rödingsmarktes.

Der Grund für die Erweiterung liegt für DRK-Vorstand Harald Halpick auf der Hand: „Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in ihrer Entwicklung professionelle Unterstützung brauchen, wie auch die Zahl der hilfesuchenden Eltern, wird immer größer“, erklärt er. „Um dem Bedarf gerecht werden zu können, haben wir unser spezialisiertes Team in diesem Bereich in den vergangenen Monaten kontinuierlich vergrößert.“ Inzwischen arbeiten mehr als 60 Fachkräfte im IFF, Tendenz steigend.

Geschäftsführerin der Tochtergesellschaft DRK Hamburg-Harburg InklusiveWege gGmbH, Julia Mohr, leitet das IFF sowie die angegliederte Therapiepraxis in Harburg seit fast vier Jahren. Ihre Stellvertreterin ist Ilka Baumgart. Zum Team gehören Sozial- und Heilpädagogen, Autismus-Therapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten. Im vergangenen Jahr wurden multiprofessionell mehr als 400 Familien behandelt, 70 davon aus dem Autismus-Bereich. Alle Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten ebenfalls für die angegliederte Gemeinschaftspraxis. Hier werden neben logopädischen, ergotherapeutischen und physiotherapeutischen Angeboten auf Rezeptbasis Kinder und Erwachsene beim Umgang mit Diagnosen unterstützt, die zum Beispiel in Folge von Unfällen oder frühen Geburten entstanden sind.

„Wir fördern individuell. Dank unserer vielfältigen Kompetenzen arbeiten wir Hand in Hand mit den Kindern sowie deren Familien und können optimal begleiten“, erklärt Julia Mohr den konzeptionellen Ansatz ihres Teams. „Einzelne Schwerpunkte in der Therapie sind möglich: zum Beispiel die heilpädagogische Förderung für Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schuleintritt. Oder die sogenannte Komplexleistung, die aus mehreren Bausteinen des Therapieangebotes besteht. Wir leisten auch Entwicklungsdiagnostik, die von der Krankenkasse übernommen wird, wenn eine Verordnung des Kinderarztes vorliegt.“

In der Nähe des Rödingsmarktes (Herrengraben 26) hat das Team nun mit dem „Therapiezentrum Am Fleet“ einen zweiten Standort eröffnet. Zeitgleich werden zu Juli innerhalb Harburgs am Schellerdamm 2 größere Räume bezogen. Auf 1.226 Quadratmetern kann hier zukünftig behandelt werden. Julia Mohr: „An beiden Standorten bieten wir auch die ambulante und mobile Autismus-Therapie für Kinder und Erwachsene bis 21 Jahre an. Neben klassischer Frühförderung planen wir Elterntrainings sowie Fortbildungen für externes Fachpersonal. Darüber hinaus wollen wir Kontaktstelle sein für Eltern, die psychisch erkrankt sind und durch uns für den Alltag mit ihren Kindern gestärkt werden können.“

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