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Landkreis Harburg

Groß angelegte Waldbrandübung der Kreisfeuerwehr Harburg in Hanstedt

Landkreis Harburg. Die weitläufigen Wald- und Heidegebiete im Landkreis Harburg sind besonders während langer Trockenperioden im Frühjahr und Sommer durch Brände gefährdet. Um sich auf mögliche Vegetationsbrände vorzubereiten, führte die Kreisfeuerwehr Harburg am Samstag in Hanstedt eine groß angelegte Waldbrandübung durch. Sechs Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft nahmen mit rund 150 Feuerwehrleuten und knapp 30 Einsatzfahrzeugen an der Übung teil.

Die angenommene Ausgangslage war ein Waldbrand im Gebiet südlich der Heidefläche auf dem Töps, der sich ausbreitete. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt waren bereits seit Stunden im Einsatz, als die Züge der Kreisbereitschaft zur Unterstützung alarmiert wurden. Mit einer über 1000 Meter langen Riegelstellung sollte die Ausbreitung des Feuers auf die Heidefläche verhindert werden.

Der Fachzug „Führung & Kommunikation“ errichtete die Einsatzleitung auf dem Parkplatz der Integrierten Gesamtschule in Hanstedt. Erstmals fungierte Jan Elvers aus Winsen, der neue stellvertretende Abschnittsleiter „Elbe“, als Einsatzleiter. Er wies den drei Brandbekämpfungszügen je einen aneinander anschließenden 300 Meter langen Abschnitt am Waldrand zu. Dort sollten mit jeweils zehn Strahlrohren der Wald auf etwa 15 Meter Tiefe gewässert werden, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Der Fachzug „Brandbekämpfung 1“, bestehend aus Einheiten der Samtgemeinden Hanstedt und Salzhausen, hatte zusätzlich die Aufgabe, die Wasserversorgung für den eigenen Zug und den Fachzug „Brandbekämpfung 3“ aus der Elbmarsch aus einem etwa 400 Meter entfernten Teich mit einer doppelten Schlauchleitung sicherzustellen. Der „Brandbekämpfungszug 2“, gebildet aus Feuerwehren aus Buchholz, Hanstedt und Hollenstedt, stellte seine Wasserversorgung aus einem Hydranten der Hamburger Wasserwerke her. Ein Höhenunterschied von fast 20 Metern erforderte dabei den Einsatz zusätzlicher Verstärkerpumpen.

Der Wassertransportzug, bestehend aus Feuerwehren der Gemeinden Jesteburg, Rosengarten und Seevetal, erweiterte die Riegelstellung um weitere 200 Meter. Im Pendelverkehr wurde Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen zur Einsatzstelle transportiert und dort über zwei Faltbehälter zu den Strahlrohren gepumpt. Unterstützt wurde der Zug von den Wechselladerfahrzeugen der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises und der Feuerwehr Neu-Wulmstorf, die Wechselbehälter mit jeweils 10.000 Litern Löschwasser einsetzten.

Die Übung wurde unter anderem von Kreisbereitschaftsführer Stefan Schick und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen beobachtet. Bei der abschließenden Zugführerbesprechung lobten sie den Einsatz der Feuerwehrleute, wiesen jedoch auch auf festgestellte Mängel hin, die im Nachgang bei einer Zusammenkunft der Zugführer aufgearbeitet werden sollen.

Nach dem Rückbau der fast 3000 Meter verlegten Schlauchleitungen konnten sich die Einsatzkräfte auf dem Hanstedter Schützenplatz bei einem vom Fachzug „Verpflegung“ zubereiteten Mittagessen stärken und die Übung Revue passieren lassen, bevor sie in ihre jeweiligen Standorte zurückkehrten.

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