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Bezirk Harburg

Uneinsichtige Partygäste werfen Polizei nach Platzverweisen Rassismus vor

Harburg. Eine Geburtstagsparty mit rund einhundert, überwiegend bulgarischen Gästen, war am frühen Sonntagmorgen in den Fokus der Polizei geraten, die zunächst wegen ruhestörenden Lärms vor Ort war. Anwohner eines Disko ähnlichen Musikclubs in der Winsener Straße hatten sich zuvor beschwert und die Polizei alarmiert. Die Veranstalter zeigten sich gegenüber den Beamten unkooperativ, reduzierten die Lautstärke aber zunächst kurzzeitig. Nur wenig später musste die Polizei erneut anrücken und forderte die Veranstalter auf, die Party zu beenden. Zuvor war man auf das letzte Angebot zur deutlichen Reduzierung der Lautstärke nicht eingegangen.

Da die Gäste der Aufforderung nicht nachkamen, die Ortschaft zu verlassen, forderte die Polizei weitere Beamte aus dem ganzen Stadtgebiet an. Kollegen aus der Alarmreservce, Kräfte der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei mit einer Stärke von rund 50 Beamten waren nötig, um die Party zu beenden. Die Feiernden zeigten sich aggresiv und unkooperativ gegenüber der Polizei und wollten den Club nicht verlassen.

Ein Gast der Party wurde in Gewahrsam genommen, andere Besucher hielten sich im Umfeld auf oder verliessen mit lautem Hupen und Hubkonzerten den Ort. Einer der Anwesenden empörte sich und warf den Beamten Rassismus vor: „Die deutsche Polizei, bei einer Deutschen Party wäre das nicht passiert“. Eine Frau beklagt sich über die Anwohner in dem Wohngebiet, die sich beschwerten: „Die Leute sollen sterben langsam“ und spielt dabei auf eine nahegelegene Altenresidenz an. Die Leute sollten doch Schlaftabletten nehmen, so ihre Aussage.

Um 2:30 Uhr war der Einsatz in einem ehemaligen Autohaus, danach Spielhalle und seit kurzem Musikclub beendet.  Nicht der erste Großeinsatz in der Bar die erst seit wenigen Wochen existiert. Bereits am 20. Januar 2024 waren Kräfte aus mehreren Revieren notwendig um eine Ruhestörung bei einer Party in dem Lokal zu unterbinden.

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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