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Politik

Grüne Harburg setzen sich inhaltliche Ziele für die Bezirkswahlen 2024

Harburg. Am vergangenen Freitag verabschiedeten die Grünen Harburg ihr Wahlprogramm für die Bezirkswahlen im kommenden Jahr. Ann-Kathrin Rückmann, Co-Vorsitzende der Grünen Hamburg-Harburg betont: “Unser Wahlprogramm baut auf unseren Erfolgen in den letzten fünf Jahren auf. Es bleibt dennoch nach wie vor viel zu tun. Dafür wollen wir uns weiter voller Elan einsetzen. Dafür brauchen wir jede Stimme in Harburg im nächsten Frühjahr.”

Dringend notwendig in Harburg ist laut den Grünen mehr bezahlbarer Wohnraum. So wollen sie den gemeinnützigen Wohnungsbau und Genossenschaften weiter priorisieren. Bezahlbares Wohnen ist demnach die Grundlage, um vor Obdachlosigkeit und sozialen Notlagen zu schützen. 

“Genauso müssen wir sicherstellen, dass wir in Harburg tagtäglich vom Fleck kommen, um unsere Lieben zu sehen oder unserer Beschäftigung nachzugehen. Die schreckliche S-Bahn-Situation aus dem vergangenen Jahr darf sich nicht wiederholen. Der ÖPNV braucht weitere Schienen über die Elbe. Sonst können wir viel über Nachhaltigkeit reden, aber es wird nicht zur Realität werden“, so Co-Vorsitzende Sarah Pscherer. Weitere Mobilitätsformen, wie etwa der Fahrdienst HVV Hop, das als Ergänzung zu Bus und Bahn momentan das Harburger Kerngebiet bedient, soll auf den ganzen Bezirk ausgeweitet werden.

Das Ziel der Grünen ist klar: Lebensqualität in den vielen individuellen Stadtvierteln im Bezirk Harburg weiter erhöhen. Dazu gehört es das Grün in der Stadt zu erhalten und für den Artenerhalt auszuweiten. Jedes Viertel muss Angebote, wie Spielplätze, Sportstätten, Cafés, Kulturstätten und Nachbarschaftstreffs für Familien, für ältere und junge Menschen bereitstellen. Die Grünen nennen das ein „generationsgerechtes“ Harburg. Dafür braucht es aber auch die Beteiligung aus der Bevölkerung. Daher fordern die Grünen geloste Bürgerrate, die dabei helfen sollen, die Bedürfnisse in den Vierteln tatsächlich hürdenarm zu erfassen. 

In der Stadtplanung will man gleichzeitig ebenfalls für die Folgen des Klimawandels gewappnet sein: Schutz vor Starkregen, Hochwasser und extremer Hitze. Letzteres beispielsweise durch öffentlich bereitgestellte kühlende Räume. 

„Der Klimawandel ist jetzt. Wir kämpfen seit jeher dagegen an und werden auch weiter kämpfen. Aber gleichzeitig müssen wir wegen der bereits eintretenden Folgen handeln. Häufiger auftretende Extremwetterereignisse sind kein Szenario der Zukunft mehr, sie sind bereits Realität. Wir müssen im Katastrophenfall wissen, was zu tun ist“, erklärt die derzeitige Grüne Harburger Fraktionsvorsitzende Bianca Blomenkamp.

Das gesamte Wahlprogramm wird in Kürze auf der Website der Grünen Harburg einzusehen sein. Sie freuen sich auf Reaktionen und Menschen, die selbst Lust haben den Bezirk mitzugestalten.

Dafür laden sie zu der Veranstaltung „Wie heizt Harburg in Zukunft?“ am 29.11. von 18 bis 19:30 Uhr in der TUHH, mit den Bürgerschaftsabgeordneten Britta Herrmann und Johannes Müller, sowie dem Umweltsenator Jens Kerstan ein. Sowie zu ihrem frauenpolitischen Abend am 8.12. um 19:30 Uhr und zu dem winterlichen Grünen Abend am 20.12. um 20 Uhr.

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

Ein Kommentar

  1. Was die Grünen hier fordern, ist alles gut und richtig. Was mir fehlt, sind verkehrspolitische Ziele, insbesondere die Entschleunigung des motorisierten Individualverkehrs. Ich weiß, dass die Hamburger SPD diesbezüglich jeden Diskussionsansatz vom Tisch wischt, besonders ein generelles Tempo 30 in der Stadt scheint ein rotes Tuch zu sein.

    Fährt man die B73 stadtauswärts Richtung Cuxhaven, kommt man durch ein Dorf (Neuenkirchen?), wo fast durchgehend Tempo 40 vorgeschrieben ist, sogar auf der Bundesstraße. Wäre das nicht ein Kompromiss, über den es sich zu verhandeln lohnt? Tempo 40 hätte viele Vorteile, u.a. den, dass 45-hm/h- Fahrzeuge (S-Pedelecs, Kleinstfahrzeuge) vollwertige Stadtfahrzeuge wären. Die Stärke der Elektromobilität ist der Kleinleistungsbereich, nicht das SUV!

    Nebenbei würde die Lärmbelastung und die Fußgängergefährdung sinken, die Teilhabe und die Aufenthalts- und Lebensqualität innerorts würde steigen. DAS wäre richtig Tinte auf den Füller der Verkehrswende!

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