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Politik

Initiative für mehr Verantwortung: „Frauen an die Macht, auch im Harburger Sport“

Harburg. Die GRÜNE Fraktion der Bezirksversammlung Harburg hat einige im Sport engagierte Frauen eingeladen, um darüber zu sprechen, wie Teilhabe, Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten für Frauen im Sport besser gefördert werden können. Die Veranstaltung findet am 7. Februar um 19 Uhr im Vereinshaus des Harburger Turnerbund von 1864 e.V. (Vahrenwinkelweg 28, 21075 Hamburg) statt.

Eingeladen sind: Dörte Kuhn, Vorsitzende des Verbandes für Turnen und Freizeit Hamburg e. V. und Vizepräsidentin des Hamburger Sportbundes. Juliane Bötel, Vorsitzende der Hamburger Sportjugend. Und Alske Freter, Bürgerschaftsabgeordnete der GRÜNEN und Mitglied im Sportausschuss der Bürgerschaft. Moderiert wird das Gespräch von Michael Sander, dem sportpolitischen Sprecher der Grünen Fraktion Harburg.

Neben Informationen zu Kampagnen und Initiativen für die Stärkung von Frauen im organisierten Sport, geht es um den Erfahrungsaustausch zu den Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Motivation von Frauen. Der Abend richtet sich vorrangig an engagierte Frauen, aber selbstverständlich sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Mehr als eine halbe Million Hamburgerinnen und Hamburger treiben Sport im Verein. Allein in Harburg organisieren die zehn größten Sportvereine knapp 18.000 Mitglieder. Getragen wird die Organisation überwiegend von ehrenamtlichen Trainerinnen und Übungsleitungen sowie einer großen Zahl an ehrenamtlichen Funktionsträgerinnen. An der Spitze der Vereine stehen die Vorstandsmitglieder. Unter ihnen nehmen wiederum diejenigen eine besondere Verantwortung wahr, die den Verein nach dem Gesetz vertreten. Im Extremfall haften sie sogar mit ihrem persönlichen Vermögen. In den zehn größten Harburger Vereinen gibt es 38 Personen, die ihren Verein gesetzlich vertreten. Darunter sind 36 Männer und nur zwei Frauen.

„Dabei ist Verantwortung nicht nur eine Last, sondern auch eine Chance“, weiß Michael Sander, Fachsprecher für Sport der GRÜNEN Bezirksfraktion Harburg. „Sie bedeutet Teilhabe, Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume und ja, auch Macht.“ Nicht umsonst würden Sportvereine als „Schulen der Demokratie“ bezeichnet. Dort würden junge Menschen lernen, wie’s läuft. Deshalb sei es schlecht, wenn selbst in diesem niedrigschwelligen Einstiegsbereich fast nur Männer die verantwortungsvollen Jobs übernehmen und ausfüllen.

„Wenn junge Menschen in Harburger Vereinen etwas über Demokratie lernen, ist momentan eine der ersten Lektionen: Vorne bzw. oben stehen in aller Regel Männer. Das ist nicht gut, weder als Lerneffekt, noch für die Vereine und nicht mal für die Männer, die sich oft sehnlichst mehr Frauen und mehr Vielfalt in ihren Vorständen wünschen“ so Michael Sander.

Denn Entscheidungsgremien – das gilt im Verein genauso wie in Wirtschaftsunternehmen oder Verwaltungseinheiten – entscheiden besser, wenn sie unterschiedliche Perspektiven in ihren Mitgliedern widerspiegeln.

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

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