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Politik

Bürgerschaftabgeordneter redet Klartext: „Bezirksamt trödelt bei Spielplatzsanierungen“

Harburg. Eine Anfrage des CDU-Wahlkreisabgeordneten aus Süderelbe legte lähmende Langsamkeit bei der Sanierung der Spielplätze im Bezirk Harburg offen. Wie Trepoll herausfand, lässt die lang ersehnte Sanierung des Kinderspielplatzes Hainholzweg im Harburger Stadtteil Eißendorf weiter auf sich warten. Die Sanierung des Areal mit 7.200 Quadratmeter Gesamtfläche in der Nähe von einer der größten Grundschulen Hamburgs sowie zweier Kindertagesstätten zieht sich bereits länger hin. Zuletzt antworteten die Behörden in einer Trepoll-Anfrage aus dem Februar 2023, dass der Kinderspielplatz Hainholzweg 2023 saniert bzw. erneuert werden soll. Die geschätzten  Kosten beliefen sich damals auf eine halbe Millionen Euro.

Doch statt einer Sanierung rief das Bezirksamt erst im November letzten Jahres dazu auf, sich an Entwürfen für den neuen Spielplatz zu beteiligen. Bislang wurden vonseiten der Politik also nur vorbereitende Maßnahmen ergriffen. Zum Frühling 2024 würde dann lediglich der Vorentwurf feststehen. Erst im Frühjahr 2025, also zwei Jahre später als ursprünglich angekündigt und dann knapp zwei Jahrzehnte nach der letzten Grundinstandsetzung, sind die Arbeiten laut Senat am Hainholzweg abgeschlossen.

Auch ansonsten kommt die Sanierung von Spielplätzen in Harburg nur schleppend voran. Für zwei konkrete Kinderspielplätze existieren echte Sanierungspläne: Am Vahrenwinkelweg (180.000 EUR) im Heimfeld und am Hastedtplatz (150.000 EUR) im Stadtteil Harburg. Sieben weitere befinden sich ausschließlich in der „Planungsphase“. Insgesamt sollten im Jahr 2023 fünf Spielplätze in Harburg saniert werden – geschafft wurde vom Bezirksamt Harburg nur die Sanierung eines einzigen Spielplatzes!

Dazu André Trepoll: „Toben, Rennen und Sich-Verausgaben macht glücklich und gesund und doch macht es auf zahlreichen Spielplätzen in Harburg nicht viel Spaß. Insbesondere der Spielplatz Hainholzweg ist schon seit Jahren heruntergekommen und lädt nicht zum Spielen ein. Die letzte Grundinstandsetzung liegt Jahrzehnte zurück. Ein Lichtblick war die Ankündigung des rot-grünen Senats auf meine Anfrage aus dem Februar letzten Jahres, dass eine Sanierung noch in 2023 erfolgen soll. Doch jetzt kommt die Ernüchterung: Bisher wurde kein Zentimeter des Spielplatzes saniert. Im November 2023 wurde lediglich das Beteiligungsverfahren noch kurzerhand gestartet. Ein Entwurf soll in diesem Frühjahr vorliegen und die Sanierung dann doch erst 2025 abgeschlossen werden. Kinder und Familien aus dem näheren Umfeld werden also noch lange andere, weiter entfernte Spielplätze aufsuchen müssen. SPD und Grüne reden gerne von der familienfreundlichen Stadt, doch im Detail zeigt sich dann die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Realität. Fünf Spielplätze sanieren zu wollen und einen zu schaffen ist ein Armutszeugnis und geht zu Lasten unserer Kinder! Ich fordere Frau Bezirksamtsleiterin Fredenhagen auf, endlich einzugreifen und das Thema zur Chefsache zu machen!“

2 Kommentare

  1. Schon klar, mit Herrn Trepoll wären die Spielplätze längst alle saniert- allein, mir fehlt der Glaube. Die Gründe dürften finanzieller Natur sein. Die Mittel sind knapp und die Wünsche allerorten groß.
    Es ist immer einfach, aus der Opposition heraus zu stänkern. Die Frage ist aber weniger, was Herr Trepoll zur Chefsache machen würde, sondern, was er stattdessen NICHT machen würde. Also Herr Trepoll, Butter bei die Fische! An welcher Stelle würden Sie die Gelder kürzen, um Ihre Forderung zu erfüllen?

    1. Die CDU würde gar nichts kürzen, sondern die unsinnige Schuldenbremse abschaffen. Nee, natürlich nicht. Lieber die leistungsfeindlichen Sozialleistungen eindampfen!

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