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Hamburg

Hamburg baut sozialen Wohnungsbau mit neuem dritten Förderweg weiter aus

Hamburg. Der Hamburger Wohnungsmarkt ist weiter angespannt und die Mieten in fertiggestellten Neubauten häufig sehr hoch. Daher hatte die Stadt zuletzt im März dieses Jahres beschlossen, die Einkommensgrenzen für den Erhalt eines Wohnberechtigungsscheins für eine Sozialwohnung deutlich anzuheben. Seitdem können 55 Prozent der Hamburger Haushalte einen Wohnberechtigungsschein im 1. oder 2. Förderweg erhalten. Da sich aber inzwischen auch Familien mit mittlerem Einkommen die aktuellen Neubaumieten kaum noch leisten können, hat die Bürgerschaft auf ihrer letzten Sitzung auf Antrag der SPD- und GRÜNEN-Fraktion beschlossen, einen neuen 3. Förderweg einzurichten, der eine monatliche Netto-Kaltmiete in Höhe von 11,00 bis 13,00 Euro/m² ermöglichen soll.

Der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete und Stadtentwicklungspolitiker Matthias Czech (SPD) erläutert diesen Antrag: „Mit unserer Wohnungsbauinitiative dem „Bündnis für Wohnen“, das eine Vereinbarung zwischen Senat, Verbänden der Wohnungswirtschaft und der SAGA ist, konnten wir erreichen, dass von 2011 bis 2022 rund 70.000 neue Geschosswohnungen in Hamburg gebaut wurden. Darunter sind über 26.000 Sozialwohnungen im 1. und 2. Förderweg. Diese Neubaumaßnahmen werden in der Regel im Drittelmix umgesetzt, also ein Drittel Sozialwohnungen, ein Drittel Mietwohnungen im freien Markt und ein Drittel Eigentumswohnungen. Leider mussten wir in der letzten Zeit feststellen, dass bei den Mietwohnungen im freien Markt die Anfangsmieten so hoch geworden sind, dass mittlere Einkommensschichten diese kaum noch finanzieren können. Um hier eine Entlastung zu schaffen, haben wir den Senat aufgefordert, einen neuen 3. Förderweg einzurichten und so bei zukünftigen Neubauprojekten Mietwohnungen mit Preisen von 11,00 bis 13,00 Euro pro Quadratmeter zu realisieren.“

Bisher gibt es in Hamburg zwei Förderwege bei öffentlich geförderten Wohnungen. Die Förderungen werden über die Investitions- und Förderbank Hamburg bereitgestellt. Die IFB fördert den Bau von preisgünstigen Mietwohnungen mit zeitgemäßer Ausstattung für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen. Die bereitgestellten Fördermittel von 740 Millionen Euro in 2023 und 779 Millionen Euro in 2024 zeigen den hohen Stellenwert des Wohnens in Hamburger Senatspolitik. Auch der neue dritte Förderweg soll über die IFB bereitgestellt werden.

Die Förderung der Wohnungsneubauten besteht hauptsächlich in einen sehr günstigen 30-jährig fest verzinstes Darlehen. Daraus resultiert auch die Laufzeit der Mietpreis- und Belegungsbindungen von in der Regel 30 Jahren. Hiermit lassen sich dann die anfänglichen Netto-Kaltmieten von derzeit 7 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im ersten Förderweg und 9,10 Euro pro Quadratmeter im zweiten Förderweg realisieren.

Matthias Czech sagte abschließend: „Hamburg hat zum Glück immer noch einen sehr großen Wohnungsbestand an günstigen Wohnungen. So vermietet die SAGA ihren Wohnungsbestand von rund 139.000 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Miete von 7,07 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen die Genossenschaften mit einem Wohnungsbestand von rund 135.000 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Miete von rund 7,32 Euro pro Quadratmeter. Der neue 3. Förderweg soll bezahlbares Wohnen für alle ermöglichen. Wir werden in den nächsten Jahren in Hamburg etliche neue große Wohnquartiere wie den Fischbeker Reethen, den Grasbrook oder Oberbillwerder realisieren. Der neue 3. Förderweg wird auch in diesen Quartieren helfen, erschwinglichen Wohnraum für alle anbieten zu können.“

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

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