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BlaulichtLandkreis Harburg

Ehemaliges Unfallopfer dankt seinen Rettern – Große Freude bei Maschener Feuerwehrleuten über Besuch einer Überlebenden

Maschen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maschen erhielten kürzlich einen ungewöhnlichen und äußerst erfreulichen Besuch. Während eines internen Grillabends wurde die Feuerwehr von Kerstin Viehweger aus Embsen im Landkreis Lüneburg besucht. Sie überraschte die Feuerwehrleute und sorgte für große Freude. Der Besuch war außergewöhnlich, denn Kerstin Viehweger war vor einigen Monaten bei einem Verkehrsunfall von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug gerettet worden.

Die Nacht vom 4. September 2022 wird Kerstin Viehweger nie vergessen. Auf dem Rückweg von einem Auftritt in Trittau im Landkreis Stormarn (Schleswig-Holstein) musste sie einen Umweg über die Autobahn A1 und das Maschener Kreuz nehmen, bedingt durch eine Sperrung der Elbbrücke bei Rönne im Zuge der Bundesstraße B404. In den frühen Morgenstunden, gegen 2:15 Uhr, kollidierte ein Mercedes mit ihrem Opel Corsa mit hoher Geschwindigkeit. Ihr Fahrzeug wurde mehrmals über die Autobahn geschleudert und kam völlig zerstört im Böschungsbereich der Ausfahrt Maschen zum Stehen – mit Kerstin Viehweger im Auto, eingeklemmt und schwer verletzt. „Die Ärzte im Krankenhaus haben mehr als 30 Knochenbrüche gezählt“, berichtet sie heute.

Kerstin Viehweger überlebte einen schweren Verkehrsunfall, sie war von der Feuerwehr Maschen aus ihrem Fahrzeug gerettet worden. Persönlich dankte sie ihren bei der Rettungsaktion anwesenden Feuerwehrleuten mit v.l. Thomas Müller, Rainer Hannig, Uwe Schiemann und Niko Lauer. Foto: FF Maschen

Die Rettung der Verletzten erforderte den Einsatz des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehren aus Fleestedt und Maschen. Während die Feuerwehr aus Fleestedt sich um den verunfallten Mercedes kümmerte, begannen die Feuerwehrleute aus Maschen damit, Kerstin Viehweger aus ihrem schwer beschädigten Fahrzeug zu befreien. Thomas Müller, Gruppenführer der Feuerwehr Maschen und Einsatzleiter in dieser Nacht, erklärt: „Wir mussten das Fahrzeug zunächst stabilisieren, um Erschütterungen und weitere Verletzungen zu verhindern.“ Unter Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte öffneten die Feuerwehrleute das demolierte Fahrzeug Stück für Stück und schafften es schließlich, Kerstin Viehweger zu befreien. Während des gesamten Prozesses wurde sie von einem Feuerwehrmann betreut.

Nach ihrer Rettung wurde Kerstin Viehweger zur weiteren Behandlung in ein Hamburger Krankenhaus gebracht, wo sie sich über Monate von ihren schweren Verletzungen erholte, einschließlich einer Reha. „Die meisten meiner Knochenbrüche sind mittlerweile verheilt, nur mein Knie bereitet noch Probleme“, sagt sie. Doch sie erholte sich ausreichend, um ihren Rettern persönlich zu danken.

Die Freude und Überraschung bei den Feuerwehrleuten und ihren Angehörigen waren groß, als Kerstin Viehweger das Feuerwehrhaus besuchte. Es gab ein herzliches Willkommen, viele Fragen, Informationen und Emotionen. Kerstin und Andreas Viehweger ließen sich den Ablauf des Rettungseinsatzes erneut erklären und begutachteten die Einsatzfahrzeuge sowie die Rettungsausrüstung, die dazu beigetragen hatte, Kerstin aus ihrem Auto zu befreien. Für alle Beteiligten wurde dieser Abend zu einem schönen und emotionalen Ereignis, bei dem intensive Gespräche stattfanden.

Torsten Meyer, der Ortsbrandmeister von Maschen, sagte: „Es ist wunderbar für uns, zu sehen, dass es den Menschen, die von uns und anderen Hilfsorganisationen gerettet wurden, wieder gut geht. Dieses Dankeschön ist keineswegs selbstverständlich, daher freut es uns riesig, dass Kerstin den Weg zu uns gefunden hat.“

Am Ende hatte der Unfall eine positive Seite: Kerstins Ehemann Andreas Viehweger war von der Arbeit der Feuerwehr so beeindruckt, dass er sich entschied, der Ortsfeuerwehr in seinem Heimatort Embsen aktiv beizutreten. Dort ist er jetzt ein aktives Mitglied und unterstützt den Einsatzdienst vor Ort.

Diese herzerwärmende Geschichte zeigt, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehrleute ist und wie tief ihre Hilfe diejenigen berührt, die in schwierigen Situationen gerettet werden.

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