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Behörden versagen beim Tierschutz: Mahnwache gegen Missstände im Tierzentrum Mienenbüttel

Mienenbüttel. Eine Gruppe ehemaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter des Tierzentrums in Mienenbüttel wird morgen, am 20.05.2023, von 13:30 bis 16:00 Uhr eine Mahnwache abhalten. Diese Aktion richtet sich gegen das Tierzentrum, das einst als Tierversuchslabor des LPT fungierte.

Die ehemaligen Mitarbeiter haben nach und nach ihre Unterstützung für das Tierzentrum eingestellt, da sie mit den bestehenden Missständen nicht länger einverstanden sind. Der Protest zielt einerseits auf die Zustände innerhalb des Tierzentrums ab, wo tragischerweise zahlreiche tote Lämmer, Welpen und Enten gefunden wurden. Darüber hinaus wird auch die Stadt Hamburg und das Veterinäramt in Winsen für ihre mangelnde finanzielle Unterstützung der Tierheime kritisiert.

Besonders problematisch ist der Aufnahmestopp im Tierheim Süderstrasse des HTV aufgrund der fehlenden Unterstützung seitens der Stadt Hamburg. Als Folge werden zahlreiche Hunde ins Tierzentrum Mienenbüttel gebracht, obwohl dieses personell gar nicht für die Betreuung einer so großen Anzahl von Tieren ausgestattet ist.

Trotz der Tatsache, dass das Veterinäramt in Winsen seit rund 10 Monaten über die bestehenden Missstände und Defizite informiert ist, hat sich die Situation bisher nicht verbessert. Die Berichte über Ausbildungsdefizite und temporäre Betreuung der Tiere durch Tierärzte, was nicht den geltenden Genehmigungsverfahren entspricht, sind dem Veterinäramt bekannt. Während der Zeit, als das Tierzentrum noch als Tierversuchslabor des LPT fungierte, wurden schwere Vorwürfe gegen das Veterinäramt erhoben. Doch auch jetzt, da das Veterinäramt alle Informationen und sogar Zeugenaussagen vorliegen hat, gibt es keine angemessene Reaktion. Die Situation wird zunehmend skandalös.

Die Mahnwache soll dazu dienen, auf diese Missstände aufmerksam zu machen und öffentlichen Druck aufzubauen, damit endlich eine Verbesserung der Situation erreicht wird. Die ehemaligen Mitarbeiter des Tierzentrums und Unterstützer der Aktion hoffen auf eine breite Beteiligung, um ihrer Forderung nach einer tiergerechten Behandlung und angemessenen Zuständen im Tierzentrum Nachdruck zu verleihen.

Ein Kommentar

  1. Es wird wirklich Zeit, dass da mal was passiert. Hinter vorgehaltener Hand wird schon lange und viel geredet. Man hat noch nie gehört oder gesehen, dass in so kurzer Zeit so viele Ehrenamtliche eine Organisation, die mit Tieren zu tun hat, verlassen. Das muss doch jetzt sieben allmählich mal auffallen, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Die Geschäftsführung scheint ihm einfach nicht gewachsen zu sein.

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