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Amoklauf von Hamburg: Täter hielt sich offenbar für “auserwählt”

Hamburg. Am 9. März tötete ein Amokläufer sieben Menschen und sich selbst bei einer Versammlung der Zeugen Jehovas in Hamburg. Laut Recherchen von STRG_F (NDR für Funk) und t-online glaubte der Täter, Philipp F., dass er von Gott auserwählt war. Er litt anscheinend an einer Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen Anteilen und möglicherweise an Schizophrenie. Ein psychologisches Gutachten, das auf Basis seines Buches, das er kurz vor der Tat veröffentlichte und in dem er sich mit religiösen Thesen und Prostitution beschäftigte, erstellt wurde, ergab diesen Befund. Ein Interview mit einer Sexarbeiterin, die Philipp F. besuchte, könnte weitere Erkenntnisse über seinen psychischen Zustand liefern. Die Analyse seines Buches bestätigt den Verdacht auf psychische Probleme und eine Art von Verfolgungswahn. Darin gibt es auch eine Anspielung auf das Matthäus-Evangelium, die Philipp F. offenbar als Hinweis auf seine „Auserwähltheit“ interpretierte. Sein Bruder und Vater hatten sich zuvor um ihn gesorgt, aber es wurden keine geeigneten Maßnahmen ergriffen. Es gab jedoch eine Warnung beim Hanseatic Gun Club und bei der Waffenbehörde über Philipp F.’s mögliche psychische Probleme und Schizophrenie.

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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